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Kaufratgeber

Steingut oder Steinzeug? Geschirr richtig wählen

Steinzeug fühlt sich an wie Stein und sieht aus wie warm gebrannte Erde. Ein von Hand glasierter Teller, eine matte Tasse, eine gesprenkelte Butterdose: Das sind Stücke für jeden Tag, die einem schlichten Tisch Charakter geben. Hier erfahren Sie, welche Größen sich bewähren, was hinter den Oberflächen steckt und wie Ihr Geschirr lange schön bleibt.

Steingut, Steinzeug, Porzellan: der Unterschied

Im Alltag sagen viele „Steingut“, wenn sie robustes, erdiges Keramikgeschirr meinen. Genau genommen sind das zwei verschiedene Materialien. Alle sind Keramik, also geformter und gebrannter Ton; entscheidend sind die Tonsorte und die Brenntemperatur.

  • Steinzeug: bei hoher Temperatur gebrannt, wird es dicht und kaum porös. Es ist robust, liegt angenehm schwer in der Hand und zeigt oft unter der Glasur oder am Rand seinen mineralischen Charakter.
  • Steingut: bei niedrigerer Temperatur gebrannt, bleibt es unter der Glasur porös. Es ist leichter, schlägt aber schneller an.
  • Porzellan: sehr fein und weiß, fast durchscheinend. Elegant, aber formeller und weniger natürlich als Steinzeug.

In unserem Geschirr-Sortiment sind einige Stücke aus Steinzeug (der Teller aus gehämmertem Steinzeug, das handgemachte ziegelrote Geschirr, die gesprenkelte Butterdose und die Teekanne aus rohem Steinzeug), andere aus matter, von Hand glasierter Keramik. Gemeinsam ist ihnen ein Material, das man sieht und spürt.

Die passenden Teller

Der richtige Durchmesser hängt davon ab, was serviert wird. Als Faustregel:

  • Um 26 cm: der flache Speiseteller. Den Teller in Steinoptik gibt es mit Ø 26,5 cm, den Kieselteller mit Ø 26 cm, den ziegelroten flachen Teller mit Ø 26 cm.
  • 20 bis 22 cm: Vorspeise, Dessert oder Frühstück. Der gehämmerte Teller mit Ø 22 cm, die Steinoptik mit Ø 21,5 cm, der Kieselteller mit Ø 20,5 cm und ein tiefer Teller mit Ø 21 cm für Pasta und Suppe.
  • 12 bis 17 cm: Brot, Käse, kleine Happen. Den gehämmerten Teller gibt es auch mit Ø 17 und Ø 11,8 cm, den Kieselteller mit Ø 16 cm.
  • Schalen: Das ziegelrote Geschirr umfasst eine Schale mit Ø 12 cm und eine große Schale mit Ø 18 cm.

Die Teller werden einzeln verkauft: Sie können Größen frei kombinieren oder mit vier Speisetellern beginnen und nach und nach ergänzen.

Tassen, Becher und Teekanne

Bei Kaffee und Tee zählt das Fassungsvermögen mehr als die Form:

Die Teekanne aus rohem Steinzeug fasst etwa 350 ml, genau richtig für Tee zu zweit. Sie ist handgedreht, ihr Griff ist mit Naturfaser umwickelt, und das Sieb ist in die Tülle integriert: Ein extra Teesieb braucht es nicht.

Die Butterdose aus Keramik

Eine Butterdose mit Deckel schützt die Butter vor Luft und Licht und hält sie trotzdem griffbereit auf dem Tisch. Unsere ist für ein 250-g-Stück gemacht (ca. 450 ml, 14,5 × 10,2 × 6,5 cm) und hat einen Deckel mit Griff. Es gibt sie in Creme gesprenkelt, Steingrau oder Sand, drei Töne, die zu Weiß, Mattschwarz und Erdfarben passen.

Matt, gehämmert, gesprenkelt: die Oberflächen

  • Matt: weich unter den Fingern, ohne Glanz. So sind der Kieselteller, der Teller in Steinoptik, die Tasse und der Becher. Mattschwarz bringt die Farben der Speisen zur Geltung, mattes Weiß bleibt hell.
  • Relief: Rillen beim Teller in Steinoptik und beim Becher, ein gehämmerter Rand beim Steinzeugteller, unregelmäßige Ränder beim ziegelroten Geschirr. Das Relief fängt das Licht und gibt Tiefe.
  • Schimmer: Der gehämmerte Teller in Steingrau hat goldene Reflexe.
  • Gesprenkelt: kleine Punkte in der Glasur, bei jedem Stück anders, wie bei der Butterdose.

Von Hand glasierte oder geformte Stücke weichen in Farbton, Struktur oder Form leicht voneinander ab. Das ist kein Fehler, sondern die Spur der Handarbeit und das, was einen Tisch lebendig macht.

Den Tisch mit Steinzeug decken

Steinzeug mag Naturmaterialien um sich herum. Eine Tischdecke oder Servietten aus gewaschenem Leinen machen das Bild weicher (siehe unseren Ratgeber Tischwäsche aus Leinen). Dazu ein Travertin-Tablett in der Mitte, ein paar Kerzenhalter und eine Keramikvase mit Trockenzweigen, und der Tisch ist fertig.

Für ein ruhiges Gesamtbild genügen zwei oder drei Farben: mattes Weiß und Steingrau oder Mattschwarz und Ziegelrot. In einem Zuhause im Japandi- oder Wabi-Sabi-Stil passen unregelmäßige Formen und matte Oberflächen ganz selbstverständlich. Alle Stücke finden Sie unter Esszimmer und Küche.

Pflege im Alltag

Jede Produktseite nennt die Pflege des jeweiligen Stücks; hier das Wichtigste:

  • Für Geschirrspüler und Mikrowelle geeignet: der gehämmerte Steinzeugteller, der Teller in Steinoptik, der Kieselteller, Tasse mit Untertasse und der Becher.
  • Für den Geschirrspüler geeignet: auch die Butterdose.
  • Handwäsche: empfohlen für das ziegelrote Geschirr, um die Glasur zu schonen.
  • Die Teekanne: nur mit heißem Wasser ausspülen, ohne Spülmittel; nicht in den Geschirrspüler und nicht auf offene Flamme.
  • Keine Temperaturschocks: ein heißes Stück nicht unter kaltes Wasser halten und nicht direkt vom Kühlschrank auf eine Wärmequelle stellen.
  • Sorgfältig stapeln: Teller gleicher Größe aufeinander, bei matten Stücken bei Bedarf eine Serviette dazwischen, damit nichts reibt.

Häufige Fragen

Ist Steinzeug robuster als Steingut?

In der Regel ja: Bei höherer Temperatur gebrannt, ist es dichter und hält dem täglichen Gebrauch besser stand. Es bleibt aber Keramik: Ein Sturz auf Fliesen kann eine Macke hinterlassen.

Darf Steinzeuggeschirr in den Backofen?

Unsere Produktseiten nennen keine Backofen-Eignung. Nutzen Sie die Stücke zum Servieren sowie in Geschirrspüler und Mikrowelle, wenn die Seite dies angibt.

Warum sind meine Teller nicht identisch?

Weil sie von Hand glasiert oder geformt sind: Farbe, Struktur und Form variieren leicht. Genau das macht handgemachtes Geschirr aus.

Welche Größe für einen Speiseteller?

Um 26 cm für das Hauptgericht, 20 bis 22 cm für Vorspeise oder Dessert.

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